Golfathletik: Explosivität und Rotation

Explosivität und Rotation

Die Länge der Schläge korrelieren im Golfsport mit der Sprunghöhe, sprich Explosivität aus den unteren Extremitäten sowie der Hüfte in der Extension. Gleichzeitig muss diese Beschleunigung in eine Rotation übertragen werden.

Was liegt da näher als beide Elemente zu verbinden und mit verschiedenen Aufgabenstellungen zu versehen. Im Video zeigen wir 90°-Sprünge in einer Progression, erst über eine flache Markierung, dann über eine Hürde und auf einen Kasten. Die Höhe von Hürde und Kasten kann individuell an die Leistungsfähigkeit des Athleten angepasst werden, kann gerne herausfordernd sein, sollte aber den Rahmen der Sicherheit nicht verlassen.

Equipment:
Minihürde
Plyobox

Golfathletik: explosive Hüfte

Golfathletik: explosive Hüfte.

Ein Hauptziel eines golfathletischen Trainings ist zweifelsohne „mehr Länge“ bei den Schlägen. Physische Grundlage hierfür ist unter anderem eine schnelle, explosive Hüfte, die in der Timing Sequence der Schulter, dem Ellenbogen, der Hand und dem Schlägerkopf vorausgehen muss.
Gleichzeitig bedarf es einer gewissen Stabilität, um in der Rotation die Kontrolle über seinen Körper zu behalten und die entstehenden Kräfte ohne Verlust auf den Schlägerkopf übertragen zu können.

In unserem „Golfathletik: explosive Hüfte“ arbeiten wir unter anderem mit dieser „Single Leg Deadlift“-Progression, um die Hüfte in der Beugebewegung zu kontrollieren, in der Streckung zu beschleunigen und gleichzeitig einbeinig zu stabilisieren.

Equipment:
Kettlebell
Plyobox

 

Golfathletik: Hüftstabilität mit dem Miniband

Golfathletik: stabile Hüfte

Ein sitzender, unbewegter Lebensstil hat diverse negative Anpassungsprozesse unseres Körpers zur Folge. Im Falle der Hüfte kommt es zu einer unfunktionellen Veränderung der an Beuge-, Streck- und Rotationsbewegungen beteiligten Strukturen. Kurz: die Funktion der Hüfte ist eingeschränkt. Eine im Golf so wichtige „schnelle Hüfte“ mit einem adäquaten Bewegungsradius bei gleichzeitiger Stabilität findet so nicht mehr statt.

Folgende Übungssequenz stellt eine Möglichkeit dar, in der Aufwärmroutine die Abduktoren und Außenrotatoren zu aktivieren. Die sorgen für einen stabileren Stand und eine bessere Ansteuerung. Jede Bewegung wird ca. 10-15 Sekunden je Seite absolviert.

Equipment: Miniband (mittlere Stärke) von Let’sBands

Golfathletik: Hip Hinge Diagonal Pull

Golfathletik Hip Hinge Diagonal Pull

Im Golfschwung ist es auf der einen Seite wichtig, die Körperposition stabil zu halten, in der Ansprechposition nicht nach vorne abzukippen und im Backswing zu kontrollieren. Auf der anderen Seite bedarf es einer beweglichen Hüfte und eines rotationsfähigen Oberkörpers, um einen adäquaten Radius zur Beschleunigung des Golfschlägers zu kreieren.

Folgende Sequenz trainiert genau diese Fähigkeiten: Beladung der hinteren Kette durch den Kabelzug von vorn, Stabilität durch verringerte Standfläche und letztlich die Rotationsfähigkeit durch den Zug von schräg unten nach diagonal oben/hinten.

Equipment:
Keiser Functional Trainer

 

Golfathletik: Push/Pull-Sequenz

Hier zeigen wir aus dem Bereich unserer Golfathletik eine Push/Pull-Sequenz, mit der wir die Rotationsfähigkeit des Oberkörpers verbessern, sowohl in seinem Bewegungs-Radius als auch in der Power.

Eine bewegliche Brustwirbelsäule ist generell wichtig, insbesondere bei Golfern aber zusätzlich noch durch die zu erbringende Beschleunigung beim Golfschwung zusätzlich gefordert.
Durch unseren bewegungsarmen, meist sitzenden Alltag verliert der Bereich des Brustkorbs ebenjene Fähigkeit der Rotation. Die Konsequenz: Schmerzen und Probleme in ganz anderen Bereichen, z.B. im unteren Rücken und natürlich Leistungs- und Längeneinbußen beim Golfen.

Die Push/Pull-Serie teilen wir hier in drei Schritte:

  1. einseitige Push-Bewegung in Schrittposition, der Gegenfuß steht vorn
  2. einseitige Pull-Bewegung in Schrittposition, Fuß der Zugseite vorn
  3. Kombination aus der Push/Pull-Bewegung in Schrittposition.

Ziel ist die Bewegung mit größtmöglicher Rotation aus dem Oberkörper bei festem Stand.

Equipment:
Powerband (extra stark) von Let’sBands
Keiser Functional Trainer

 

Mehr Länge. Konstanter. Schmerzfrei. Golfen!

Golfathletik-Videos – Was soll das denn jetzt?

Seit vielen Jahren arbeiten wir im Bereich der Golfathletik mit Spielern unterschiedlichsten Niveaus an deren körperlichen Fähigkeiten. Unser Motto „Golfer sind Athleten“ setzen wir mit einem stabilen athletischen Fundament, einer grundsätzlichen körperlichen Leistungsfähigkeit und natürlich golfspezifischen Übungen um.

Mit dieser Videoreihe wollen wir einen Einblick in unsere Arbeit im Bereich der Golfathletik geben, aber auch Anregung und Inspiration für das Training in Eigenregie bieten. Wir wollen Golfer besser machen, unabhängig davon, wo sie trainieren. Und wenn wir es schaffen, dass sich nur einer von ihnen anstatt in die Fitnessstudio-Beinpresse zu setzen Ausfallschritte und Sprünge macht, haben wir unser Ziel erreicht.

Die gezeigten Übungen und Übungsfolgen sind Ausschnitte aus unserem Golfathletik-Programm, das wir individuell an den jeweiligen Athleten anpassen. Die Darstellung des gesamten Konzeptes würde den Rahmen an dieser Stelle sprengen. Dafür begrüßen wir euch dann gerne im TRAININGSDECK.

Zögert nicht, uns Feedback jeglicher Art zu geben oder Fragen zu stellen. Wir wünschen uns eine angeregte Diskussion, im besten Fall natürlich auch „Erfolgsgeschichten“.

Mobilisierung und Aktivierung der Schulter: START

Beginnen wollen wir mit einer Sequenz zur Mobilisierung und Aktivierung der Schulter. Diese Übungsabfolge passt problemlos in jede golfvorbereitende Routine, sei es vor dem Training oder Runden auf dem Platz. Wir empfehlen dafür ein Gummiband, das zwar den notwendigen Widerstand bietet, gleichzeitig aber auch eine gewisse Flexibilität, um die Bewegung zuzulassen.

In der ersten Übung versuchen wir, das Band so hoch wie möglich über den Kopf zu führen, d.h. die Hände so dicht wie möglich am Band zu positionieren.

In der zweiten bleiben die Arme gestreckt, wir führen die gestreckten Arme zur Seite, bis das Band hinter den Schulterblättern ist, von da wieder zurück über und hinter den Kopf.

Die letzte Übung dient der Aktivierung der Schulter- und Rückenmuskulatur, dazu drehen wir die Arme so, dass die Handflächen immer nach oben zeigen, und führen sie dann so weit es geht hinter die Schulterachse, das Band sollte ungefähr auf Brustbeinhöhe sein.

Equipment:
Powerband (leicht oder mittel) von Let’sBands

Mobilisierung und Aktivierung der Schulter: ADVANCED

Im zweiten Teil der Schulteraktivierung/-mobilisierung nutzen wir einen Stab, um die Flexibilität des Bandes aus dem START-Teil wegzunehmen und diese Beweglichkeit noch mehr aus der Struktur des Schultergürtels/Brustwirbelsäule zu entstehen zu lassen.